Was Eucharistie empfangen bedeuten kann

Geschichte von der hungernden Frau

Ein brasilianischer Pater erzählt einmal davon, wie eines Tages eine Frau in seine Kirche kam, die er vorher noch nie gesehen hatte. Stumm saß sie während der ganzen Messe in der Bank, ging zur Kommunion, verschwand wieder. Am nächsten Tag das Gleiche. Und auch am dritten Tag. Da ging er am Ende der Messe auf sie zu und fragte, ob sie in seine Gemeinde neu zugezogen sei. Die Frau schüttelte den Kopf. Nein, Padre, sagte sie. Ich gehöre nicht hierher, ich weiß auch nicht viel von Gott, von der Bibel und von Jesus und so. Aber seit fast einer Woche hatte ich nur Wasser zu trinken und nichts zu essen. Ich halte es bald nicht mehr aus. Zufällig habe ich gesehen, wie Sie in der Kirche Essbares ausgeteilt haben. Da bin ich auch nach vorn gegangen, um zu essen. Sonst wäre ich verhungert.

Die Frau hat die Hl. Kommunion empfangen wie ein gewöhnliches Stück Brot.

Und trotzdem – ich bin überzeugt, diese Frau hat würdiger kommuniziert als mancher von uns. Und ich schließe mich da ein, die wir regelmäßig – vielleicht ohne nachzudenken, an den Tisch des Herrn treten mit der Überzeugung, wir seien anständig genug gewesen in unserem Leben, um das tun zu dürfen.

Diese Frau hat würdig kommuniziert. Sie hat gedacht:
Das Brot vom Altar ist heiliges Zeichen dafür, dass Gott ganz für uns da ist – damit wir leben.

Und wenn das Gott ist, wird er denn da nicht am allermeisten für mich da sein, gerade dann, wenn es um mein nacktes Überleben geht?

So ist sie zur Kommunion gegangen aus Hoffnung und Vertrauen, dadurch am Leben zu bleiben – im wahrsten Sinne des Wortes.

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