Am 30. September wurde eine Dekanatsmännermesse in der Pfarrkirche Göllersdorf gefeiert. Zelebrant war Dechant Pfarrer Dr. Michael Wagner und Konzelebrant war der Dekanatsmännerseelsorger Pater Stephan Schnitzer.

Die Lesung war aus dem Buch Hiob und Pfarrer Wagner beschäftigte sich in der Predigt unter anderem damit.
Einige Gedanken davon: Hiob wurde alles genommen, sein ganzer Besitz. „Wollte ich rufen, würde Gott mir Antwort geben? Ich glaube nicht, dass er meine Stimme hört“, sagt Hiob.
Hiob ringt mit seinem Gott. Ist das unser Gott, der so mit Menschen umgeht? Jedenfalls gibt es diese Erfahrung mit Gott, dass er sich zurückzuziehen scheint.
Hiob steht in einem Prozess, in dem er Gott nicht versteht, ihn anklagt und Gerechtigkeit fordert. Erst später mündet der Prozess in das Akzeptieren und Annehmen des Schicksals. Er wird am Ende im Frieden sagen: ich habe erkannt, dass du alles vermagst, kein Vorhaben ist dir verwehrt. Ich will dich fragen, du belehre mich. Vom Hörensagen nur hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich geschaut.
Die Freunde, die tagelang, wochenlang, schweigend, ohne Ratschlag ausgehalten haben, halten es doch nicht aus und glauben, eine Erklärung wissen zu müssen, warum Hiob das alles aushalten muss. Ihre Erklärung wird letztlich nicht akzeptiert. Hiob nimmt seinen Anspruch zurück, alles verstehen und beurteilen zu müssen.
Das Ringen mit dem Leid ist auch heute hochaktuell. Besonders in unserer Zeit, wo wir das Gefühl haben, alles beeinflussen zu können.
Der Verfassungsgerichtshof beschäftigt sich in den letzten Wochen mit der Frage, wie mit unerträglichem Leid umzugehen ist. Darf dem menschlichen Leben ein Ende bereitet werden, wie es bereits in einigen Ländern möglich ist?
Nach christlicher Überzeugung sind Lebensbeginn und Lebensende “ in Gottes Hand“. Kardinal König formulierte es so: „Der Mensch soll an der Hand, nicht durch die Hand eines Menschen sterben“! So gibt es hier einen Auftrag und die Verpflichtung zur Stütze und Begleitung von Kranken und Angehörigen, von Palliativbetreuung und Hospiz.


Am Ende des Gottesdienstes wurden Josef Bouchal, Hofrat Dr. Erhard Klauda, Schulrat Alfred Sammer und
Adolf Zimmermann für ihre langjährige Mitgliedschaft bei der Katholischen Männerbewegung von Dekanatsobmann
Ing. Jakob Raffel und seinem Stellvertreter Ing. Curt Schmidt geehrt.