Das neue Musikfestival „Silberbauer Musik – Thayatal“ bringt Südmähren und Niederösterreich mit Barockmusik in Verbindung.

Im ersten Jahrgang des internationalen Musikfestivals werden hauptsächlich die Orgelinstrumente des Znaimer Orgelbauers Joseph Silberbauer präsentiert. Ziel ist es, tschechische und österreichische Grenzregionen zu verbinden. Das Festival erinnert an den hervorragenden Orgelbauer Joseph Silberbauer aus dem Thayatal und trägt dazu bei, seinen Namen in beiden Grenzregionen der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Das Ziel des Festivals ist die Interpretation von Kompositionen an Instrumenten J. Silberbauers und es möchte aber auch tschechische mit österreichischen Künstlern verbinden und auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit anstreben.
Und so fand am Sonntag, dem 27. September ein Konzert in der Pfarrkirche Göllersdorf statt.

Einleitende Worte sprach der Organist von Gr. Enzersdorf Mag. Martin A. Strommer, der vor einiger Zeit bei einer Goldenen Hochzeit unsere Orgel zum Erklingen brachte.

Ondrej Valenta an der Orgel, Jana Bergmannová mit der Oboe, Jana Cernohouzová mit der Klarinette und Jan Hudecek mit dem Fagott spielten Werke von Muffat, Mozart, Linek, Bach Frescobaldi, Telemann, Ibert, Pasquini, Donizetti und Peuerl.

Für alle, die dabei waren, war es ein großartiger Kulturgenuss und die MusikerInnen wurden mit gebührendem Applaus belohnt.

Aus der Festschrift anlässlich der Orgelweihe im Oktober 2011:
1787 erhielt die Pfarrkirche Göllersdorf eine neue Orgel. Der Znaimer Orgelbauer Joseph Silberbauer war mit dem Neubau beauftragt worden..
Allerdings kommt Professor Karl Schütz in einem ausführlichen Gutachten aus dem Jahre 2004 zu dem Schluss, dass das prächtige, barocke Gehäuse der Orgel, das aus zwei seitlichen Flügeln und einem Mittelteil, der den Blick auf das Fenster freilässt, besteht und von 11 musizierenden Engeln gekrönt wird, zur Vorgängerorgel gehörte, die bereits 1749 in der Pfarrkirche installiert wurde. Warum diese Orgel nach nicht einmal 40 Jahren schon wieder ausgetauscht wurde, bleibt unklar. Das Bundesdenkmalamt nennt den Bildhauer Josef Trimbohr als Schöpfer des eindrucksvollen Holzgehäuses. Vermutlich war auch Joseph Silberbauer davon so angetan, dass er sich entschloss, seine Orgel in das vorhandene Gehäuse einzupassen.

Es gab mehrere Umbau- und Reparaturarbeiten an der Orgel. 2008 beschlossen der Pfarrgemeinderat und Pfarrer Johannes Leuthner eine Generalsanierung, da die Orgel seit 10 Jahren nicht mehr spielbar war.
Am 23. Oktober 2011 erklang dann die Orgel wieder, nachdem sie vom Orgelbauer Christoph Allgäuer aus Würflach generalsaniert wurde.
Die Orgelweihe erfolgte durch Dechant Mag. Franz Pfeifer unter traurigen Umständen, da Johannes Leuthner am
20. Oktober so plötzlich verstorben war.

Was wäre eine Sonntagsmesse ohne Orgelspiel? Daher gebührt eine DANKE unseren Organistinnen Margarethe Feiler – Marihart, Martha Lehner und Anna Wöber!