Die Pfarrkirche Göllersdorf ist dem Heiligen Martin geweiht. In der Sonntagsmesse gedachten wir des Heiligen.
Durch das Beispiel der Mantelteilung mit dem Bettler vor den Toren Amiens bleibt Martin konfessionsübergreifend unvergessen in der christlichen Tradition.
Eine Pfarrreise der Göllersbach-Pfarren führte 2017 nach Frankreich und damit auch zu den Wirkungsstätten und auch zum Grab des Heiligen.
Martin starb am 8. November 397 im Alter von 81 Jahren und wurde am 11. November in Tours beigesetzt.

Bei diesem Gottesdienst waren die „Geburtstagskinder“ vom November eingeladen, eine Kerze zu entzünden und einen besonderen Segen zu bekommen.

Aus der Predigt von Pfarrer Michael Wagner …….
Martin lebte in Umbruchszeiten, wo das Christentum immer mehr akzeptiert wurde.
Als Bischof musste Martin ganz banale und ärgerliche Konflikte bewältigen und Einheit stiften.
Als ehemaliger Soldat war er durchaus konfliktfähig – im Ringen um den rechten Glauben war er sehr klar und scharf, aber verweigerte Mitarbeit bei gewalttätiger Verurteilung und Ketzertötung.
Bis zu seiner letzten Reise ging es ihm darum, Frieden zu stiften …..
Pfarrer Michael Wagner berichtete weiters von einem Martinsumzug, wo während der Erzählung ein Kind rief: „Der Bettler, das war der Gott“! Es wird nämlich berichtet, dass in der Nacht danach dem noch nicht getauften Martin der Bettler mit dem roten Mantel im Traum erschien – Jesus Christus selbst.
Der Bettler, das war der Gott – wenn uns das bei jedem Bettler einfallen würde ……..!?
Bei der gleichen Feier gab es noch einen zweiten bemerkenswerten Zwischenruf. Ein anderes Kind rief: „Das ist aber gut, dass der Martin dem Gott den Mantel gab!“
„Wieso?“ fragte der Pfarrer zurück und bekam als Antwort: „Sonst wäre ja Gott erfroren!“ Welch ein kühner Gedanke! Gott kann erfrieren, erstarren, sterben. Es gibt keinen Platz für Gott!

Martinsfeier am Nachmittag

Die geplante Martinsfeier der Jungschar mit Umzug wurde Corona bedingt abgesagt. Es gab aber eine Martinsfeier „TO GO“!
Bei der Probe wurde ein Video erstellt, wo die Jungschargruppen der 3. und 4. Klasse Fürbitten gelesen, ein Martinsspiel aufgeführt und ein Martinslied gesungen haben.
Die Kostüme wurden vor dem Altar aufgebaut. Es kamen 50 Kinder mit ihren Eltern in die Kirche in der Zeit zwischen 16 und 18 Uhr, um das Video-Martinsspiel zu sehen, sich ein Brezerl zu holen und am Heimweg dann im Familienkreis bei angezündeter Laterne an den Heiligen Martin zu denken.

Trotz aller Einschränkungen war es eine gut besuchte Feier. DANKE an alle, die gekommen sind und an alle, die für eine andere Art der Martinsfeier gesorgt haben!

Text: B. Pfeifer, Bilder: : B. Pfeifer, Susi Raschbauer