Wenn etwas wichtig ist, soll man es wiederholen. Ein alter Brauch empfiehlt die sogenannten Gebets – Novenen: neun Tage hindurch betet man in einem besonderen Anliegen. Beten wir jeden Tag um den Heiligen Geist!

Zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten haben die Apostel und Maria um die Gabe des Heiligen Geistes gebetet. Wir laden ein, diese Anregung auch für uns aufzugreifen: 9 Tage jeden Tag um den Heiligen Geist bitten, für unsere Kirche, für unsere Pfarren, für die Familien, für die Menschen in Coronazeiten!

Pfingstsequenz

Komm herab, o Heil’ger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.

Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.

Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not,

In der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.

Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.

Ohne dein lebendig Weh‘n
kann im Menschen nichts besteh‘n,
kann nichts heil sein noch gesund.

Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.

Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.

Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.

Lass es in der Zeit besteh‘n,
deines Heils Vollendung seh‘n
und der Freuden Ewigkeit.

Amen. Halleluja.

Pfingstsequenz, um 1200, zugeschrieben Stephan Langton, Erzbischof von Canterbury, Übertragung von Maria Luise Thurmair und Markus Jenny 1971