Nach vielen Jahren wurde die Erntedankmesse am 4.10.2020 wieder in der Weinviertler Ui-Mundart gefeiert. Die Texte und Lieder dazu schrieb Pfarrer Johann Nebenführ. Der Sonnberger Männerchor sang die Mundartlieder und Mitglieder der Pfarre lasen die Texte. Auch das Tagesevangelium wurde extra in die Mundart übersetzt und von Diakon Herbert Köllner vorgelesen. An der Orgel begleitete in bewährter Manier Günter Bartsch. Da unsere ursprüngliche Mundart fast nicht mehr gesprochen wird, war es schön sie wieder einmal zu hören.

Das Bewusstsein, dass Brot, Wein, und auch vieles andere, fast ein Jahr brauchen bis wir es genießen können macht demütig und dankbar. Wir leben in einem reichen, wunderschönen und friedlichen Land. Da sollte es uns doch leicht fallen unsere Mutter Erde zu lieben und nicht zu zerstören, damit die reiche Ernte bleibt.

Dass wir gesegnet sind hier leben zu dürfen, sagen auch die letzten Worte der Lesung:
„Glaub nöt, dass da dein’n Wohlstond selber dawirtschoft host.
Na, Gott hot da dazui dö Kroft und sein Segn gebm.“

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde Herby zum 75. Geburtstag gratuliert und Ing. Erich Filip für seine große Unterstützung in den Bauangelegenheiten der Pfarre gedankt.

Text: Maria Raffel-Amon // Fotos: Fritz Weber und Adolf Müller

PS: Auszüge aus der Bibel in der Ui-Mundart und die Bibel in Reimen von Johann Nebenführ sind in Buchform (in begrenzter Auflage) demnächst erhältlich. Vorbestellungen sind möglich bei Franz Amon, franz-amon@aon.at.