Zwischen dem 5. Fastensonntag und Karfreitag werden in vielen Kirchen die Kreuze und die Bilder der Auferstehung verhüllt. Wir setzen Schwerpunkte.
Das hat zwei Bedeutungen:

  1. Durch das Verhüllen des Gekreuzigten betonen wir den Aspekt, dass der Weg auf Ostern hin ein Weg ist, der durch schwierige Phasen führt. Im Leid entzieht sich oft der direkte Blick auf Jesus und auf Gott.
  2. In der frühen Kirche wurde das Kreuz nicht mit dem Körper Jesu dargestellt als Zeichen des Leidens, sondern als leeres Kreuz oder mit fünf Edelsteinen für die verherrlichten Wundmale oder mit einem goldenen Körper als Zeichen der Auferstehung.
    Man verhüllt also den Blick auf die Auferstehung, wie es in unserem Leben auch Phasen gibt, wo sich die Auferstehung entzieht und wir ganz durch die Passion und das Leiden geprägt sind.

Zu Ostern bricht die Freude der Auferstehung wieder neu auf.

Text: Michael Wagner
Fotos: zVg