Radtour durch die Göllersbachpfarren 3. Etappe
Am Samstag, 26. Oktober 2026 trafen sich Nachmittag gut 15 Personen um die 3. Etappe der Radtour durch die Göllersbachpfarren zu starten bei der Pfarrkirche in Göllersdorf.


Der Weg führte uns nach Porrau, wo wir von Christa Kaiser eine Erklärung über die Kapelle erhielten. Die Kapelle wurde für uns extra mit frischen Blumen geschmückt.
Ende des 19. Jahrhunderts war die alte Porrauer “Betkapelle”, die dem heiligen Donatus geweiht war, völlig heruntergekommen. So entschloss man sich zum Neubau einer Kapelle, die im Oktober 1896 der Unbefleckten Empfängnis geweiht wurde. Es ist ein schlichter späthistoristischer Saalbau mit einer schönen neobarocken Fassade, die aufgrund der erhöhten Lage besonders gut zur Geltung kommt. Im Inneren erinnert ein neugotischer Altar an das Patronat der Immaculata. Zum 100-jährigen Jubiläum wurde die Kapelle renoviert.




Ab Porrau wurden wir in der Radlergruppe immer mehr und der Weg führte uns in die Pfarrkirche Bergau, wo uns Leopold Baumgartner über den Werdegang und die immer größer werdende Pfarrkirche im Laufe der Jahrhunderte informierte.



Der Vorläuferbau der heutigen Pfarrkirche, die dem Heiligen Ägidius geweiht ist, stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und wurde etwa 100 Jahre später erstmals erweitert (angeblich nach Plänen Lukas von Hildebrandts). 1829 wurde die Kirche, die mittlerweile Pfarrkirche geworden war, nochmals vergrößert und die Sakristei angebaut.

Die Erinnerungstafel an die Stifterin aus dem Jahr 1756. Wie in Porrau wurde auch in Bergau nach dem informativen Teil ein kurzer besinnlicher Teil – vorbereitet durch unsere Pastoralhelferin Katrin Lehner – gebetet.
Der weitere Weg führte uns nach Obergrub, wo wir erfuhren, dass die Kapelle im Laufe der Zeit (und des Neubaus in den 1960iger Jahren) sogar die Straßenseite gewechselt hat. Da die alte Kapelle schon sehr baufällig war, entschloß man sich Ende der 60-er Jahre zu einem Neubau der Ortskapelle. Im September 1970 konnte die neue Kapelle, Patron ist der Heilige Isidor, der Landmann, geweiht werden. Sehr stimmungsvoll ist die großzügige Anlage vor der Kapelle, die auch immer wieder für Feldmessen Verwendung findet. Ein Danke an Leopold Ranger für die Ausführungen.

Gesangsstark verabschiedeten wir uns mit „Ihr Freunde Gottes allzugleich“ und besuchten noch die Kapelle in Untergrub, wo wir von Martina Baumgartner empfangen, informiert und zum Ende der Etappe im Dorfhaus sogar noch verpflegt wurden.



Erste Nennung 1233, Name kommt vom mhd. „gruobe“ = Höhle, Bodensenke.
Ursprünglich bestand neben Ober- und Untergrub, welches auch Niedergrub genannt wurde noch ein Ort Mittergrub. 1446 werden noch alle 3 Orte genannt. Danach verödet Niedergrub und Mittergrub übernahm den Namen und wurde Untergrub. An die untergegangene Ortschaft erinnert der Flurname Oedengrub.
Vielen Dank an ALLE, die mitgeholfen haben, die Radtour zu einem gelungenen gemeinsamen Erlebnis werden zu lassen.
Fotos: privat, zur Verfügung gestellt.



