Mag. Toni Zotter, langjähriger Religionslehrer an der HTL Hollabrunn möchte für uns einen Bildungsabend in der Fastenzeit 2021 gestalten.

Er bitttet um Themenwünsche: BITTE wählen Sie das Thema von sieben aus, dass Sie am meisten interessiert.

Bekanntgabe unter: infomail.goellersbach@katholischekirche.at

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

Bibel tut gut – Breitenwaida – Göllersdorf- Sonnberg

Viele tun sich so schwer mit den alten Texten der Bibel – wir suchen gemeinsam besser zu verstehen…

Gotteswort im Menschenwort – wir lesen miteinander die drei Lesungen des kommenden Sonntags und versuchen zu entdecken, was uns Gott für unseren Alltag sagt.

Vor dem Austausch eine kurze Hinführung durch den Pfarrer

Jeweils Freitag um 20 Uhr          Jeweils Mittwoch um 20 Uhr

im Pfarrhof Breitenwaida           im Pfarrhof Göllersdorf 

am 18. September 2020                  am 23. September 2020

am 13. November 2020                 am 28. Oktober 2020

am 4. Dezember 2020                      am 25. November 2020

Mit dem Sonntagsevangelium unterwegsPfarrheim Sonnberg

jeweils nach der Abendmesse führt Franz Amon in die Bibellesungen des
kommenden Sonntags ein.

Mittwoch, 7. Oktober, 4. November und 25. November 2020,
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Maßnahmen der Erzdiözese Wien zur Virus-Eindämmung

Da es in den vergangenen Wochen auch in kirchlichen Kontexten zu CoVid19 Infektionen und Clusterbildungen gekommen ist, verstärkt die Erzdiözese Wien in den Gottesdiensten ab Freitag, den 24. Juli 2020, in Absprache mit den staatlichen Stellen einige Maßnahmen zur Eindämmung des Virus.

Tragen Sie beim Betreten und Verlassen der Kirche einen Mund-Nasenschutz

Der liturgische Dialog „Der Leib Christi – Amen“ vor der Kommunionspendung entfällt

Bitte achten Sie weiterhin darauf:

dass der Mindestabstand von einem Meter gut eingehalten werden kann

dass Sie die nötigen Hygienemaßnahmen einhalten (Händedesinfektion)

Bleiben wir aufmerksam und vorsichtig. Nur so kann es uns gelingen, einen Beitrag zu leisten, die Neuinfektionen zu minimieren.

Bitte bringen Sie einen Mund-Nasenschutz mit!

Zur Dankmesse waren alle Ehejubilare unseres Pfarrverbandes am Sonntag, den 28. Juni 2020 in die Pfarrkirche Göllersdorf eingeladen.


Pfarrer Dr. Michael Wagner erwähnte in der Predigt, dass die Andersartigkeit zu lieben, das Besondere ausmacht.
Der Weg einer guten, gelingenden Ehe ist ein Weg der Vertiefung, der Entscheidung für den anderen und der verlässlichen Liebe.
Es gibt meist Höhen und Tiefen gemeinsam zu bewältigen.
In der Ehe segnet Gott die Paare, einander zu lieben und treu zu bleiben, aber auch nach außen zu wirken.
Und die beiden Versprechen bei der Hochzeit gelten auch heute noch.

Drei wichtige Worte für eine gute Ehe sind, wie es auch Papst Franziskus gesagt hat: BITTE, DANKE und VERZEIHUNG.
Jemanden um etwas zu bitten, ist Ausdruck des Vertrauens, der Liebe und der Achtung.
Es ist nicht alles selbstverständlich, daher braucht es das Danke.
Und wenn wir einander weh tun und es erkennen, dann ist ein „es tut mir leid“, um Verzeihung zu bitten, sehr wichtig.

Durch gute Ehen kommt sehr viel Segen in die Welt.

Die Festmesse wurde feierlich umrahmt von Musikerinnen ( Rebekka und Miriam Wunsch – Violinen, Elisabeth Aguari – Gitarre) und Sängerinnen und Sängern (Michaela Schörg-Lehr, Maria Mitterhauser Petra Wolf, Andi Wolf und Georg Sobetzky) unserer Pfarre unter der Leitung von Petra Wolf.

Alle Paare wurden persönlich gesegnet und bekamen eine Kerze überreicht und auch der Blumenschmuck sorgte für eine festliche Stimmung!

Am Schluss sprach Pfarrer Wagner ein Segensgebet:
Gott gebe euch, was ihr für euren Lebensweg braucht:
Gesundheit und Wachstum an Leib und Seele,
Geborgenheit und menschliche Zuwendung,
fröhliche Feste und Arbeit, die Sinn macht,
lohnende Aufgaben und immer wieder Kraft,
Belastungen durchstehen zu können.
Vor allem aber:
dass Gottes väterliche und mütterliche Liebe
zu euch niemals aufhöre,
und dass vom Heiligen Geist her euch ungeahnte
Kräfte und Fähigkeiten zuwachsen –
anderen zum Segen und Gott zur Ehre.
So begleite Gott eure Ehe und segne euch
im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.

Aus Bistum Münster; unsere Seelsorge – Silberhochzeit

Im Pfarrgarten traf man sich noch zur Agape bei einem Glas Frizzante oder Wein!

Die Gottesdienstordnung ist wieder die gewohnte Ordnung, die im neuen Pfarrbrief angegeben ist. Hl.Messen und Feiern in den Kapellen sind nur bei geringer Anzahl der Gläubigen möglich.

Nach wie vor braucht es Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus. Für Gottesdienste und Treffen in den Pfarren gilt rechtlich nur mehr der Mindestabstand von einem Meter gegenüber anderen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben.

Wir bitten, diese Abstände gut einzuhalten, und mit Verstand und Herz mitzuhelfen, möglichst die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

+ Beim Eingang der Kirche wird es Desinfektionsmittel geben.

+ Beim Empfang der Kommunion ist der 1m – Abstand einzuhalten, der Dialog: „Der Leib Christi – Amen!“ wird gemeinsam nach dem Lamm Gottes gesprochen, Kommunionspender müssen die Hände desinfizieren

+ Bei der Kommunion ist darauf zu achten, dass die, die zur Kommunion gehen, nicht zu nahe hintereinander und nebeneinander gehen oder stehen. Das wird je nach Kirche entweder durch Prozession möglich sein, wo man der Reihe nach aufsteht, oder dadurch, dass die Kommunionspender zu den Kommunikanten gehen.

+ Der Friedensgruß wird nicht durch Händeschütteln weitergegeben, sondern durch Zunicken und Blickkontakt

+ die Kollekte erfolgt entweder am Ende der Hl.Messe oder mit dem alten Klingelbeutel

Nach wie vor sind öffentliche Gottesdienste stark eingeschränkt. Mitte der Woche wird die Bischofskonferenz das weitere Vorgehen regeln. Jedenfallls können ab 15.Mai 2020 wieder öffentliche Gottesdienste stattfinden, jedoch mit beschränkter Teilnehmerzahl (pro Person mindestens 10 m²) und mit Maskenpflicht. Wir informieren nach Vorliegen der Regelungen über die geplanten Gottesdienstzeiten in den Göllersbachpfarren.

Nach wie vor gilt die Einladung: Knüpfen wir ein Netz: Wir setzen mit www.netzwerk-gottesdienst.at ein Zeichen der Verbundenheit in schweren Zeiten.

Wir laden alle ein, von zu Hause aus ein Gottesdienst-Netzwerk zu knüpfen, von Haus zu Haus, von Wohnung zu Wohnung, das uns mit Gott und untereinander verbunden hält.

Unter www.netzwerk-gottesdienst.at wird eine einfacher Gottesdienst angeboten, mit der man alleine oder im kleinsten Kreis angeleitet wird, zu Hause zu beten und zu feiern.

Der Link Netzwerkgottesdienst wird immer aktualisiert !

Gebetsnetzwerk sichtbar machen

Eine brennende Kerze im Fenster signalisiert den anderen Menschen, dass in diesem Haus gerade ein Gottesdienst gefeiert wird. Auf diese Weise soll eine Verbundenheit unter den Gläubigen entstehen, die Trost und Hoffnung spendet und Licht in die Welt bringt, auch den Menschen, die nicht Teil der Kirche sind.

Wir wollen dem negativen Bild der Absage praktisch aller liturgischen Versammlungen an einem Ort ein positives Bild der Kirche, die im Beten und Feiern vernetzt ist und bleibt, entgegensetzen. Bitte unterstützen sie uns mit Ihren Ideen und nutzen sie das Bild der „Netzwerk-Gottesdienste“ um es in Ihrer Gemeinde zu konkretisieren. Die Idee wächst durch Ihre Ideen und Ihre Initiativen.

Auch wenn die Florianigottesdienste nicht stattfinden können, grüßen wir von den Göllersbachpfarren die Feuerwehrleute mit einer Videobotschaft von Diakon Herby Köllner! Videobotschaft an die Feuerwehren

„So habe ich noch nie einen Palmsonntag gefeiert – und Sie wohl auch nicht.“

Auch wenn viel vom Gewohnten, wie Ostern sonst gefeiert wird, heuer nicht möglich ist,
bleibe das Wesentliche doch präsent:
das Vertrauen, dass das Leben stärker ist als der Tod.

Worte von Kardinal Schönborn bei der Eröffnung des Palmsonntagsgottesdienstes im Stephansdom.

Zum Beginn der Karwoche wurde der Palmsonntagsgottesdienst für alle Pfarren in Bergau gefeiert.

Die Gläubigen aus Bergau und Porrau brachten ihre Palmzweige und Palmbuschen in die Pfarrkirche.
Als lieben Gruß der Pfarre wurden gesegnete Palmzweige an alle Häuser verteilt.
In  Obergrub wurden die Palmzweige zur Kapelle gebracht, wo sie von Kaplan Clement gesegnet wurden.

Anschließend wurden in allen unseren Pfarrkirchen die dort hingebrachten Palmbuschen von unserem Herrn Pfarrer oder von Kaplan Clement gesegnet.

Die Sonnberger schmückten vor der Aufbahrungshalle einen Altar, wohin die Palmbuschen für die Segnung gebracht wurden. Auch stellte die Pfarre, für jene die selbst keine Palmzweige hatten, welche zur Verfügung. Das Angebot wurde von der Pfarrgemeinde sehr gut angenommen.

Ähnlich war es auch in Breitenwaida. Hier wurden die Palmbuschen in der Kirche vor den Altar gelegt und für alle, die keine hatten, wurden auch hier welche bereitgestellt.

In Großstelzendorf konnte Corona die fleißigen Frauen nicht daran hindern, Palmbuschen für die ganze Pfarre zu binden. Dieses Mal leider nicht in Gesellschaft, sondern jeder für sich allein. Gegen eine freie Spende stehen die Palmbuschen in der Kirche auch weiterhin allen Gläubigen zur Verfügung!
Die Spenden kommen der Orgelrenovierung zugute.

Viele sehnen sich bereits danach, dass Gottesdienste wieder ganz normal stattfinden können.“

In Göllersdorf banden Frauen in Heimarbeit einen Spruch „DASS FRIEDEN UND HEIL WACHSEN“ auf einzelne Zweige, für alle, die keinen Palmbuschen in die Pfarrkirche bzw. Kapelle in Viendorf bringen konnten.
In Untergrub bekamen alle einen von diesen Zweigen vor die Haustüre, worüber sich viele sehr freuten.

Text: Waltraud Hogl, Thomas Binder, Doris Schnöpf, Brigitta Pfeifer, Heinrich Kradjel
Fotos: aus den Pfarren zur Verfügung gestellt

In der Fastenzeit geht es um mehr Leben, in uns, mit den anderen und mit Gott. Deshalb stellen wir uns auch der Sünde, dem Fehlerhaften und Zerstörerischen in unserem Leben. Heuer ist eine persönliche Beichte schwierig, auch der Bußgottesdienst findet nicht gemeinsam statt. Gleichzeitig merken viele, dass Ungewissheit, größere Nähe oder auch Einsamkeit anfälliger macht für schlechte Gedanken, Worte und Werke. Außerdem kommen grundsätzliche Fragen ins Bewusstsein, die sonst versteckt sind: was will ich mit meinem Leben bewirken, welche Menschen sind mir wichtig, für wen bin ich da?

Jesus sagt: Die Wahrheit wird euch frei machen!! Schauen wir ehrlich hin.

Nehmen wir uns Zeit dafür – vor Gottes Angesicht:

Zu Hause in einer stillen Zeit, oder bei einem Spaziergang alleine oder bei einem Besuch in der Kirche!

Vielleicht steigen von selbst Begegnungen, Ereignisse, Menschen auf, denen wir etwas oder uns selbst schuldig geblieben sind. Vielleicht steigt eine Sehnsucht auf, die uns auf Gott verweist.

Oder machen Sie „Frühjahrsputz für die Seele“ vor Gottes liebendem Angesicht, und schauen sie über ihr ganzes Leben, sozusagen auch hinter die Kästen und Betten, wo sich der Lurch angelegt hat, in den Keller, wo die aufgeschobenen Dinge warten.

Kommen Sie mit ihren Sünden, den Fehlern und dem Schmerzlichen in die Kirche und beten Sie vor dem Kreuz um Vergebung und Neubeginn !

Impulse für eine Lebensmeditation

aus dem Sonntagsblatt für die Steiermark 29.3.2020


» Gebet zu Beginn


Gott,
du bist mir jetzt ganz nahe.
Ich bin bereit,
mit dir gemeinsam
auf mein Leben zu schauen.
Schenk mir Dankbarkeit
für deine Geschenke in meinem Leben.
Schenke mir Offenheit für das,
was du mir jetzt zeigen möchtest.
Zeig mir das, was mich hindert,
wirklich lebendig – ja glücklich zu sein.
Zeig mir, was ich loslassen muss,
um das Leben in Fülle
entgegennehmen zu können,
das du mir versprichst.
Schenke mir jetzt ein offenes Herz.
Ich vertraue dir.

Berufung
Welche Talente habe ich?
Was kann ich gut, und wo kann ich meine Fähigkeiten einsetzen?
Welchen Stellenwert hat Arbeit – ob zu Hause oder im außerhäuslichen Beruf – in meinem Leben?
Erfüllt sie mich – was fehlt mir dabei?
Was kann ich daran zum Guten ändern?
Mit wem könnte ich einmal ein klärendes Gespräch führen?
Wofür bin ich in meinem Beruf/meiner Arbeit zu Hause dankbar?
Welches Talent will in mir lebendiger werden?

Partnerschaft
Wer ist mein/e Partner/in für mich?
Wie kann ich unsere Beziehung beschreiben?
Wo spüre ich seine/ihre Liebe und Zärtlichkeit?
Gelingt uns gegenseitige Wertschätzung auch im alltäglichen Trott?
Was bedeutet für mich Liebe, Treue, Vertrauen – haben wir davon ein gemeinsames Verständnis, und gelingt es uns, darüber zu reden?
Kann ich verzeihen?
Was möchte ich mit meiner Partnerin/meinem Partner schon lange einmal besprechen oder erleben?

Beziehungen
Welcher Mensch bedeutet mir besonders viel in meinem Leben?
Was schätze ich an ihm/ihr?
Wie drücke ich meine Freundschaft, meine Wertschätzung aus?
Wie viel Nähe und wie viel Freiheit brauche ich in Beziehungen?
Ist meine Kommunikation klar?
Wo habe ich jemanden enttäuscht?

Kinder
Mit welchem Blick schaue ich auf meine Kinder? Ist es der Blick des Stolzes, der Blick der Liebe, der Blick der Leistung, der Blick des Zutrauens?
Was möchte ich meinen Kindern im Leben mitgeben?
Was brauchen sie gerade jetzt von mir, und was kann ich ihnen geben?
Worum bitte ich Gott für sie?

Eltern
Wofür bin ich meinen Eltern dankbar?
Was war und ist in meinem Leben ihr großes Geschenk an mich?
Womit hadere ich, wenn ich an meinen Vater, an meine Mutter denke?
Worüber möchte ich mit ihnen gerne reden, was würde ich gerne fragen und besser verstehen?
Wo braucht es einen Neubeginn und Versöhnung?

Ich
Wie geht es mir mit mir selber? Welche Sehnsüchte und welche Enttäuschungen prägen mein Leben?
Kann ich genießen und auch manchmal aus dem Hochleistungsmodus aussteigen?
Was tut mir gut, was hilft mir, ruhig zu werden?
Was bereitet mir wirklich Freude?
Womit hadere ich, und was in mir braucht Heilung und Vergebung?
Was bin ich bereit, von mir selber in eine Gemeinschaft einzubringen?

Umwelt
Worüber kann ich mich in der Natur so richtig freuen?
Nehme ich mich mit meinem Leben als Teil eines größeren Ganzen wahr?
Kann ich zuversichtlich an der Umgestaltung unseres Lebensstils in Richtung mehr Klimafreundlichkeit mitarbeiten?
Was fällt mir dabei schwer?
Wo möchte ich meinen persönlichen Akzent setzen?

Prioritäten
Wenn ich auf meinen Tagesablauf schaue: Wofür verwende ich wie viel Zeit? Würde ich mir eine To-do-Liste schreiben, was wäre ganz oben, was ganz unten?
Welche Prioritäten lassen sich daran erkennen?
Was macht mein Leben fruchtbar, und wo geht es hingegen „nur“ um Leistung?
Ist das Ergebnis so, wie ich es mir wünsche, oder muss ich etwas umschichten?
Wer oder was kann mir dabei helfen?

Gottesbeziehung
Was gibt meinem Leben wirklich Sinn und Halt?
An wen oder was glaube ich eigentlich?
Gibt es diesen Gott für mich, der mich kennt, liebt und persönlich beim Namen nennt?
Mit wem kann ich über meinen Glauben reden?
Spüre ich eine Sehnsucht, glauben zu können?
Was möchte ich Gott gerade jetzt in dieser schweren Zeit fragen?
Wofür möchte ich ihm von Herzen danken?

» Gebet zum Abschluss


Schöpferische Geisteskraft,
du belebst und verbindest mich
mit allem, was ist.
Erneuere und heile meine Beziehungen
zu allen Menschen
in meinem nahen und weiteren Umfeld.
Schenke Einsicht, Frieden
und Versöhnung
in allen unklaren Situationen
meines Lebens.
Jesus Christus,

Weg nach Emmaus im Gespräch mit Jesus – Den Schatz der Taufe heben

 „Kamen Worte von dir, verschlang ich sie!“ Jer 15,16 Wieder lädt uns die Fastenzeit ein, jeden Tag ein Wort aus der Bibellesung vom Sonntag herzunehmen und 5 Minuten mich davon ansprechen lassen, als wäre es ein Wort, das Jesus mir persönlich sagt. Welche Gedanken und Regungen kommen in mir selber hoch? Was sagt Er mir?

1. Woche | Versuchung

Der Versucher will Jesus – und uns – Zweifel ins Herz legen: „Wenn du Gottes Kind bist, dann beweise es mir!“ Jesus sagt: „Lass dich nicht verwirren: Gott gibt die Spielregeln – nur ihm sollst du dienen, vertrau auf ihn!“ nach Mt 4,10 Nicht mit Geld, nicht mit Macht, nicht mit Leistung findest du Erfüllung, sondern wenn du in Einheit mit Gott wirkst! Jesus ist der österliche Sieger, der den Versuchungen des Bösen standhält: Christen werden dabei an die Gesinnung der Echtheit erinnert, aus dem unerschütterlichen Vertrauen, Gotteskind zu sein.

2. Woche | Loslassen

„Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde… Ein Segen sollst du sein.“ Gen 12,1f
Es gibt Denkmuster aus Heimat, Gesellschaft, Familie, die mich prägen und von denen ich mich lösen muss, wenn ich mein Potential, das Gott in mich gelegt hat, ausschöpfen will. Auch du kannst ein Segen sein! Die Verklärung Jesu – seit Christus liegt über jedem Leben, auch über jeder Leidensgeschichte der Glanz der Hoffnung.

3. Woche | zur Quelle werden

Jesus sagt zur durstigen Frau am Brunnen: „Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt.“ Joh 4,13f
Ein Gespräch am Brunnen, an einem Ort, wo Menschen Kraft schöpfen – wo sind solche Orte und Zeiten? Das Wasser, das Jesus gibt: Selbsterkenntnis, Angenommen-sein, Sein-dürfen, Gebraucht-werden – wer davon trinkt, wird zur Quelle.

4. Woche | neu Sehen

Jesus sagt: „Um zu richten, bin ich in diese Welt gekommen: damit die Blinden sehend und die Sehenden blind werden.“ Joh 9,39
Wenn Jesus aufrichtet und die blinden Augen des Herzens öffnet, gibt es ein Sehen mit neuen Augen, ein Sehen mit Osteraugen. Manchmal gibt es ein Sehen, das blind ist – für das Gute, die Liebe, das Schöne. Wo bin ich blind, wo verstellt mir mein „Schein-Wissen“ den Blick?

5. Woche | aufstehen

Jesus ruft: „Lazarus, komm heraus!“ Und zu den anderen sagt er: „Löst ihm die Binden!“ Joh 11,43 Wo geht an mich der Ruf: „NN, komm heraus!“ – aus deiner Totenstarre, aus deiner Enge, Unverbindlichkeit, deinem Ego-Ich, dem Gefangensein in deinen Besitztümern, die eigentlich dich besitzen, … Und wo höre ich den Ruf: „Hilf dem Erstarrten aus seinen Fesseln!“

Palmsonntag | gehorchen

„Jesus schickte zwei Jünger voraus“, um die Eselin zu holen. Als Grund gibt er nur an: „Der Herr braucht sie!“ Mt 22,3 Die Jünger verstehen Jesus nicht, Jesus erklärt nicht. Sie führen trotzdem seine Aufträge aus – im Vertrauen. Manchmal muss man sich auf Dinge und Aufgaben einlassen, von denen man noch nicht weiß, wozu sie gut sind. Sicher ist: „Der Herr braucht auch dich!“

Ostern | Auferstehung

Der Engel am Grab sagt den Frauen: „Sagt den Jüngern: Jesus ist von den Toten auferstanden, er geht euch voraus nach Galiläa!“ Mt 28,7
Die Frauen erkennen den Auferstandenen in dem Moment, in dem sie sich auf den Weg machen, der ihnen gesagt wurde. Galiläa, der Ort wo man dem Lebendigen begegnet, ist der Alltag, die normale Umgebung, die Kirche, dort, wo man Liebe wagt.

Text: aus dem Pfarrblatt
Skizze: Hermi Scharinger, Foto: Heinrich Kradjel